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TOBEL sculptor
Dyslexia, also in China !!!

2016 China Xi'an "Cui Zhen kun"
First International Sculpture Symposium

25.9. - 25.10. 2016
CHINA



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Qiangling-Mausoleum & Tomb and of empress,
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Wu Zetian, Tang-Dynastie 唐乾陵 (reg. 650-683)
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Han Yangling -Mausoleum,
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汉阳陵, Tomb of emperor Jindi (188 bis 141 b.C)
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emperor Vatti ( b.C)
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Chinese shoe size 44
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Show
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Terracotta Army
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Terracotta Army
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water cutting
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workside
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Presse
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Kaiser Gräber

Nach einer bombastischen Museumseröffnung, bei der wir Bildhauer den internationalen Touch geben, empfängt uns der Direktor persönlich im Konferenz Saal. Nach Austausch der üblichen Höflichkeitsfloskeln wird ein speziell für uns zusammengestelltes Programm für die nächsten Tage unterbreitet. Es gibt eine Tour zu den prächtigsten Königsgräbern rund um Xian. Da diese sehr weit auseinander liegen ist eine Übernachtung unterwegs eingeplant.

Start früh morgens um 9 Uhr. Der für uns bereit gestellte Minibus ist uralt und eigentlich viel zu klein. Als Begleiter haben wir den Fahrer, der allerdings kein Wort English spricht und einen Touristenführer, der allerdings auch kein Wort English spricht. Mit an Bord ist noch unsere Symposiums-Dolmetscherin, die zwar Englisch spricht aber gerade eben erst von der Uni kommt und dazu nur ein sehr schwaches Stimmchen besitzt. Schnell wird bei der Fahrt klar, dass keiner so recht weiß wo es hin geht und entsprechend irren wir durch die Gegend. Im ersten Museum scheinen wir überhaupt die ersten Touristen zu sein. Erklärungen gibt es keine und wie sich rausstellen war auch unser Guide noch nie hier, weiß gar nicht was wir ansehen. Auf dem weitläufigen Gelände irren wir durch ein neu angepflanztes Wäldchen. Auf meine Frage was wir hier ansehen bekomme ich die einfache Antwort: Bäume!!! Später stoßen wir auf eine ungeöffnete Pyramide, also eines jener 18 Königsgräber in dieser Gegend, und das überrascht dann selbst unsere Führer.
Der Zweite Besuch gilt einer riesigen Ausgrabungsstätte. Nur durch Zufall entdeckt einer von uns das Hauptmuseum das größte und wohl bedeutendste unterirdische Museum Chinas, das wirklich tolle Schätze birgt. (Aber das lese ich dann erst abends im Hotel nach. Englische Beschreibungen gibt es fast keine.) Neben den vielen Ausgrabungsstücken beeindruckt das Grab des Kaisers Jingdis (regierte während der Westlichen Han-Dynastie von 188 bis 141 v. Chr.) mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Mit blauen Schuhüberziehern aus Plastik laufen wir vorsichtig durch die Gewölbe und schauen den laufenden Ausgrabungsarbeiten durch klare Glaswände zu. An manchen Stellen besteht sogar der Boden aus Glasscheiben, so dass man einen ganz genauen Blick auf die Fundstücke werfen kann, die halb freigelegt und halb von Erde bedeckt sind. Die meisten Steinfiguren sind Miniaturformen ihrer lebensechten Vorbilder. Das Grab wurde im Jahr 1990 während des Baus der Schnellstraße von Xi'an zum neuen Flughafen entdeckt, woraufhin archäologische Untersuchungen eingeleitet wurden. Bislang wurden mehr als 40.000 Tonfiguren ausgegraben, der kaiserliche Grabhügel in Pyramidenform bleibt indes vorerst noch unangetastet. Neben der Terrakotta Armee ist das die wichtigste Ausgrabungsstätte in China.

Nach stundenlangen Fahrten erreichen wir in irgendeiner Stadt ein kleine Hotelabsteige...Der nächste Tag bringt ein ähnliches Programm. Keiner weiß wohin es geht, was wir ansehen oder irgendeinen Geschichtlichen Background. Der Himmel ist bedeckt die Landschaft eingehüllt in Dunst und ob es sich nun um schlecht Wetter oder Smog handelt, selbst das kann keiner unserer Begleiter sagen. Die Landschaft ist flach und immer gleich, die Städte sind gespickt mit Hochhäusern und immer gleich. Irgendwann bekommt man das Gefühl wir fahren die ganze Zeit im Kreis. Dieses Gefühl wird man selbst bei den Ausgrabungsstätten nicht los. Es wirkt als betrete man die Anlage die man gestern schon besichtigt hatte nur von der anderen Seite...

Am zweiten Tag wird uns dann mitgeteilt dass unsere Tour sich noch um eine Nacht verlängert, da es noch so viel zu sehen gibt. Spätestens jetzt dämmert es uns: Das Propaganda Ministerium Chinas hat uns voll im Würgegriff !!! Es geht gar nicht um die Tour, unsere Steine für das  Symposium sind noch nicht geliefert und keiner weiß wann die kommen. Auf Nachfrage wird dies mit den wütenden Taifun entschuldigt, doch der war bereits vor 14 Tagen.

Zur Krönung und Versöhnung werden wir abends von einem hohen Parteifunktionär zum Essen ausgeführt. Natürlich spricht auch er kein Wort Englisch und trotz Bergen von Köstlichkeiten und Litern von Schnaps vergeht uns irgendwie allen die Lust am Essen und Trinken.