SOVIEL VORAB: DAS EINZIGSTE WORAUF MAN SICH IN TAIWAN VERLASSEN KANN IST DIE UNZUVERLÄSSIGKEIT DER TAIWANER.
WIR SCHREIBEN DAS JAHR 96, NACH TAIWAN’SCHER ZEITRECHNUNG. GESTERN WAR HIER WINTEREINBRUCH IN HUALIEN. DIE TAIWANER VERLIEREN DIE NERVEN. WOLL-PULLIS UND STEPP-JACKEN WERDEN HERAUSGEZOGEN. ES HAT IMMER NOCH 25 GRAD NACHTS 22.
DIE ERSTEN DREI WOCHEN SIND SCHON VORÜBER. ANFANGS WAR ICH DOCH ETWAS GESTRESST. DIE ERSTEN TAGE HATTEN SIE NOCH KEINEN STEIN FÜR MICH, UND ALS DER DANN ENDLICH KAM WAR ER AUCH NOCH GIGANTISCH GROSS. ICH HABE MIR WIRKLICH EINE GROSSE AUFGABE GESTELLT, SO ZU SAGEN EINE „MISSION IMPOSSIBLE“, DENN WIE KOMISCHERWEISE IMMER IN ASIEN HALTEN SIE MICH FÜR TOM CRUISE.
DAS WERKZEUG HATTE NICHT GEPASST, ICH HATTE GLEICH BLUTIGE FINGER, GEPRELLT GELENKE UND MUSKELKATER. KONNTE NACHTS NICHT RICHTIG SCHLAFEN UND ES WAR BRUTAL HEISS, NOCH SCHLIMMER MIT ABARTIGER LUFTFEUCHTIGKEIT.
MEIN FREUND WENZEN HAT MIR FÜR 4 WOCHEN SEINEN ROLLER GELIEHEN. BEI VOLLEM FAHRTWIND, IST MAN NACHTS UM 12, GERADE KURZ VOR DEM SCHWEISSAUSBRUCH. DANN DIE NÄCHSTE KATASTROPHE:
TAIFUN IM ANFLUG
GANZ TAIWAN BEREITET SICH AUF DEN ANROLLENDEN TAIFUN VON WESTEN HER VOR. SEIT TAGEN SIND DIE WELLEN SCHON SO HOCH DASS SEE-ALARM AUSGERUFEN IST. DIE KÜSTE IST KOMPLETT MIT POLIZEI GESICHERT. DANN WIRD DER FLUGVERKEHR IN GANZ TAIWAN EINGESTELLT, SPÄTER AUCH DER SCHIENENVERKEHR. IN DER STADT WIRD ALLES WAS NICHT NIET - UND NAGELFEST IST ABMONTIERT. IM HOTEL WERDEN IN ALLEN ZIMMERN DIE FENSTER VERKLEBT UND ZEITUNGSPAPIER IN DIE RITZEN GESCHOBEN. IM FERNSEHEN UNUNTERBROCHEN WARNUNGEN, PROGNOSEN, SCHUTZMASSNAMEN. DER TAIFUN TRIFT DANN TAIWAN „NUR“ GANZ IM NORDEN. HIER IN HUALIEN ( ETWA IN DER MITTE AN DER OSTKÜSTE ) WACHELT ES ZUMINDEST SO STARK DAS AN EIN GEHEN AUF DER STRASSE NICHT MEHR ZU DENKEN IST. FÜR MEHRERE SUNDEN IST STROMAUSFALL. WEITER IM NORDEN FLIEGEN DÄCHER DAVON, KRACHEN HÄUSER ZUSAMMEN UND WEHT ES AUTOS UND LKW´S VON DEN STRASSEN. AUSSERDEM STEHEN VON DEN REGENMASSEN GANZE STADTVIERTEL UNTER WASSER. INSGESAMT GIBT ES 7 TOTE.
ZWEI TAGE SPÄTER IST ES WIEDER SO HEISS DU DRÜCKEND DASS SO EIN BISSCHEN WIND NICHT SCHLECHT WÄRE.
MITTLERWEILE MACHT ES RICHTIG SPASS HIER. ICH BIN JETZT RELAXTER, VOR ALLEM WEIL MEINE ARBEIT SCHON DEM ENDE ZUGEHT. MIT MEINEN TAIWAN FREUNDEN GEHEN WIR ABENDS IMMER AUF DIE PISTE UND GEBEN GEWALTIG GULASCH. SO WERDEN DIE NÄCHTE LÄNGER UND DIE TAGE IMMER KÜRZER. AM 22. OKTOBER KOMMEN DANN JANE, FLORA UND EMIL NACH. DIE 11 BILDHAUER-KOLLEGEN SAMT IHREN SKULPTUREN SIND SEHR GEMISCHT. DIE QUALITÄTEN DER SKULPTUREN UND ARBEITSWEISEN KÖNNTE GRÖSSER NICHT SEIN. DER JÜNGSTE DER BILDHAUER IST 30 JAHRE UND DER ÄLTESTE 81.
"Hualien International Stone Sculpture Festival", Taiwan Sept. 27 to Nov. 10, 2007"
Two highlights marked the end of the year 2007 for TOBEL our Sculptor from Valley / Germany. In October the "Hualien International Stone Sculpture Festival" was held in Taiwan which was immediately followed by the "5th International Stone Sculpture Symposium Mersin" in Turkey.
The sculptor's symposia offer the particularity to watch the artists during their work sessions which in turn allows a direct contact to the sculptors. The public interested in these works has the possibility to chat with the artists and to get to know the background of each sculpture. On top of this the local press and media send out daily publications to familiarize people with the sculptures which at the end of the symposium are placed on famous squares and spots in town.
TOBEL can now look back at 6 monumental projects in Taiwan, so going to Taiwan was like coming back home. Not being a newcomer the local newspaper wrote in one of its articles that TOBEL must have been Taiwanese in one of his previous life’s. TOBEL says: "I definitely had challenged myself - my marble block weighted about 10 tons and was 3,5 meter high, which makes you think "impossible mission". In Asia they tend to think that I am "Tom Cruise". Mid October we received the alarming news of the approaching typhoon (Taifun). This seriously threatened our time table. The safety measures taken were impressive. The coast was secured by the coastal guard, no plane could land or take off, and the railroad was closed. Downtown, everything what could possibly fly off was secured, the hotel scotched all window frames and all cracks were filled with newspaper. For a couple of days nobody was allowed to leave the hotel. Fortunately, we sculptors all survived this natural catastrophe and even managed to finish our works on time - 12 sculptures to be seen at notorious spots in town and in the national park."